2) Die Wiedergeburt des SV Lalling

Als im Herbst 1958 unser jetziger Ehrenvorstand Spenglermeister Albert Wenig die Strafe bezahlte, kam es zu einer Wiedergeburt des SV Lalling, der bereits in der Spielzeit 1959/60 den Spielbetrieb in der C-Klasse Deggendorf aufnahm. Federführend war in der nun folgenden Zeit Konrad Rinderer, der als Schriftführer und Jugendbetreuer vielen Talenten das ABC des Fußballsportes beibrachte. Albert Wenig, Alfred (Adi) Weber und Konrad Rinderer waren von nun an die Garanten dafür, dass es mit dem SV Lalling sportlich und auch finanziell aufwärts ging. Spieler aus den Nachbargemeinden Grattersdorf, Auerbach und Schaufling - dort gab es noch keine Sportvereine - stießen nun zur Lallinger Mannschaft.

Der sportliche Höhepunkt in den folgenden Jahren war immer das große Pokalturnier am 1. Mai, das Zuschauer in Scharen nach Lalling lockte. An dieser Stelle darf auch einmal an die Höhe des Mitgliederbeitrags erinnert werden. In der Generalversammlung im März 1961 wurden 2 DM für aktive Mitglieder und 4 DM für passive Mitglieder als Jahresbeitrag festgelegt.

Als wegen des zunehmenden Verkehrs der Platz an der Kreisstraße zu gefährlich wurde, stellte der Vereinswirt Dollmaier ein neues Grundstück zur Verfügung, das für 24000 DM zu einem neuzeitlichen Sportgelände ausgebaut wurde, das bis zum Neubau des jetzigen Sportplatzes auch als Schulsportplatz genutzt wurde. Auch wurde für 6000 DM eine Flutlichtanlage installiert. Zuschüsse für die neue Sportanlage erhielt man von der Gemeine 1000 DM, vom Landkreis 1500 DM und von der Regierung 7000 DM. Die Voraussetzung für den langersehnten Aufstieg war nun geschaffen.

Bischofkoadjutor Antonius Hoffmann weihte am 19. Juni 1966 anlässlich eines Seminartages der Alumnen in Lalling das neue Spielfeld. Der Verein zählte 1966 160 Mitglieder und 3 Mannschaften nahmen - 1. / 2. Herrenmannschaft - Jugendmannschaft - am Spielbetrieb teil. 1968 schaffte man zur Freude aller Anhänger erstmals in der Vereinsgeschichte den Aufstieg in die B-Klasse. Man stieg in den Spielkreis Bayerwald um, da im schneereichen Winkel der Sportplatz viel später bespielbar sei, als in der Donauebene. In der neuen Spielklasse wehte ein scharfer Wind und man konnte trotz aller Anstrengungen den Abstieg nicht verhindert. Der schnelle Wiederaufstieg war nun das erklärte Ziel. Im Spieljahr 1969/70 spielte man in der C-Klasse Regen, wo man mit 30:6 Punkten hinter dem Aufsteigen Rabenstein den 2. Platz belegte.